Online-Vortrag: „Die verdrängte Geschichte antisemitischer Gewalt – bis Chemnitz 2018“

Mi., 21. April 2021 |  18.00–19.30 Uhr

Der Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 kam nicht aus dem Nichts. Zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gehört eine lange Reihe antisemitischer Anschläge und rechter Anschlagspläne. Die Gewalt und die Gefahr wurden allerdings oft verleugnet, verdrängt und fast „vergessen“. Seit einigen Jahren nimmt der Judenhass zu, angeheizt von Personen und Organisationen der Neuen Rechten, die gegen den angeblichen »großen Austausch« oder einen „Schultkult“ wettern. Die Zusammenarbeit zwischen Neuen Rechten, Teilen der AfD und gewaltbereiten Nazis zeigte sich zuletzt im Spätsommer 2018 in Chemnitz, als sie über mehrere Tage durch die Straßen marschierten und Menschen attackierten. Angegriffen wurde am zweiten  Abend der rechten Aufmärsche das jüdische Lokal „Schalom“. Doch das erfuhr die breitere Öffentlichkeit erst mit zwölf Tagen Verspätung. Der Vortrag von Olaf Kistenmacher analysiert die verschiedenen Formen der offenen und codierten Judenfeindschaft in der Neuen Rechten.

Olaf Kistenmacher ist Historiker und Bildungsreferent. Zurzeit erstellt er für das Modellprojekt Prisma eine Expertise über den Antisemitismus in der Neuen Rechten.

Bitte melden Sie sich per Mail für die Veranstaltung an: info@prisma.online
Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.


Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die Sozialbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

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